Aktuell:

 

Bildungspolitische und sonderpädagogische Verfälschung des Rechts auf inklusive Bildung

Freitag, 26. Oktober 2018, 16 Uhr 

Mensa der IGS Anna Seghers, 55131 Mainz, Geschwister-Scholl-Straße 7

In Presseberichten der ersten Septemberwoche wird unter Berufung auf eine neuere Studie der Bertelsmann-Stiftung auch für Rheinland-Pfalz darauf hingewiesen, dass das Land in Sachen Inklusion „auf der Stelle tritt“. Begründet wird dies unter anderem damit, dass der Anteil der Kinder und Jugendlichen an einer besonderen Förderschule seit den letzten 10 Jahren gestiegen ist, während er im Bundesdurchschnitt zurückgegangen ist. Rheinland-Pfalz gehört damit neben Baden-Württemberg und Bayern zu den drei Bundesländern mit gestiegenen Exklusionsquoten und entfernt sich somit von den verpflichtenden Zielen der UN-Behindertenrechtskonvention.

Viel über die Hintergründe einer solchen Entwicklung, historische und aktuelle Fakten, erfahren Sie in unserer bildungspolitischen Veranstaltung mit der Bildungsjournalistin Dr. Brigitte Schumann (Plakat zur Veranstaltung ...)

 

 

Etikettenschwindel!

Lesen Sie: Prof. Hans Wocken, „Das Scheitern der Pseudo-Inklusion“. Wocken weist darauf hin, dass die angeblich gestiegenen Inklusionsquoten des letzten Jahrzehnts „eines der größten bildungspolitischen Täuschungsmanöver der Gegenwart“ sind. Die Quote der Schüler, die in Deutschland Sonderschulen besuchen, hat sich in den letzten acht Jahren nur unwesentlich verringert, in Rheinland-Pfalz ist sie sogar leicht gestiegen.

Um trotz dieser Zahlen den Eindruck zu erwecken, dass man sich um Inklusion bemühe, werden deshalb die schwächeren Schüler in den Regelschulen (die es dort schon immer gab) nun als „Schüler mit förderpädagogischem Sonderbedarf“ klassifiziert und als Inklusionsfortschritt ausgegeben.

Wocken fordert einen ehrlichen Neuanfang der Inklusionspolitik und nennt die dringlichsten Maßnahmen dazu …

  

 

Runder Tisch Lehrkräftebildung: Inklusion und Schule im Philosophicum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Am 28. Mai 2018 fand in der Johannes-Gutenberg-Universität der 3. Runde Tisch „Lehrkräftebildung: Inklusion und Schule“ mit einem ausgezeichneten Impulsreferat von Juniorprofessorin Dr. Anja Hackbarth und einem anschaulichen Bericht zu auch bildungspolitisch vermeidbaren Hindernissen bei der Umsetzung von Inklusion in der Praxis von Schwerpunktschulen statt. (Mehr ...)